
Vor ziemlich genau einer Woche waren einige Dinge anders. Das Wetter war besser, mein Aufenthaltsort war nicht das Ruhrgebiet und die Anzahl der Menschen um mich herum belief sich auf rund 750.000. Den letzten Sonntag verbrachte ich beim “Coke Sound Up Festival of Happiness” am Brandenburger Tor in unserer schönen Hauptstadt Berlin.
Bereits am 01. Oktober in Berlin angekommen hatte ich Zeit mich vor Ort ein wenig umzuschauen, wobei mir Berlin als Stadt nicht wirklich fremd war. Im Kontext des Festivals bat Coke mir an, mit diversen Künstlern Interviews zu führen. Diese müssen noch ausgewertet und ausformuliert werden. Die Ergebnisse folgen aber in den nächsten Tagen. Der erste Interviewtermin war mit Gustaf von Mando Diao, als Örtlichkeit für die Interviews hatte Coke den C-Club neben der Columbiahalle gewählt. Mehr dazu, aber wie erwähnt im noch folgenden Beitrag zum Interview.

Der Sonntag begann mit ähnlich gutem Wetter, einer Menge Menschen in der Stadt, sowie auf dem Festivalgelände. Dieses zog sich von der Rückseite des Brandenburger Tors, über die Straße des 17. Junis, bis hin zur Siegessäule. Leinwände, Lautsprecher, Buden, Stände, ein Riesenrad, sowie das “Coke Happiness Monument” bahnten sich ihren Weg, bis hin zum großten Stern.

Das “Coke Happiness Monument” war, neben den Künstlern und Akteuren auf der Bühne, das wesentliche Highlight der gesamten Veranstaltung. Eine 6 x 12,5 Meter große Installation aus fünf Überseecontainern, einer Plexiglasfront. Mehrere aktive Künstlergruppen (klub7, schnellebuntebilder und Clemens Behr), hatten im Auftrag von Coca-Cola dazu aufgerufen, Gründe zu nennen warum sie an eine bessere Welt glauben. Diese Gründe wurden von den Künstlern während des Wochenendes in Visuals, 3D-Pappinstallationen und Bilder auf der Plexiglasfront gebannt.
Gegen Nachmittag startete die deutsche Band Jenix um Jenny Böttcher, das gut gefüllte Festival, mit ihrem Auftritt. Gefolgt von One Night Only, einer britischen Rockband, der wir den Song “Can You Feel It”, aus den Coke Werbespots, verdanken. Während dieses Auftrittes war ich schon wieder auf dem Weg in das nah gelegene Adlon Hotel Kempinski. Dort warteten in der Bibliothek des Hauses drei Herren von Culcha Candela. Näheres hierzu auch im folgenden Interviewpost.
Mit Jennifer Rostock auf der Bühne, nahm die Popularität der Künstler zu. Deutlich spürbar an den Reaktionen der Damen und Herren aus der ersten Reihe. Nach einer, für einen Herren, gehörig einheizenden Tanzeinlage fand auch dieser recht kurze Auftritt, mit dem Beginn eines Sonnenuntergangs, über dem gesamten Gelände einen sehr gemütlichen und geschmackvollen Ausklang.

Mit dem Auftritt der finnischen Rockgruppe Sunrise Avenue ging für einige Besucherinnen des Festivals ein kleiner Traum in Erfüllung. Gebannt lauschten sie Sänger Samu Haber, der neben den Klassikern der Band ziemlich viele Pophits der letzten Monate und Jahre in Medleys und kleinen Einspielern verarbeitete.

Im Anschluss an Sunrise Avenue wurden die letzten Momente des Sonnenuntergangs über der Straße des 17. Juni von den Klängen der zweitgrößten Dancehallkombo aus Berlin begleitet. Mit einem treppenartigen Bühnenaufbau starteten Culcha Candela ihre Show, legten einen Dancemob zu ihrem Titel “Hamma!” ein und stellten mit “Hungry Eyes” die erste Single ihres am 25. November erscheinenden neuen Albums mit dem Titel “Flatrate” vor.

Als krönenden Abschluss fanden sich zu vollständiger Dunkelheit die Schwedenrocker von Mando Diao auf der Bühne ein, spielten ihr kraftvolles Set und konnten zum Abschluss der gesamten Veranstaltung noch mit einem riesigen Glitzerregen, sowie einer Kooperation aller Musiker für eine Perfomance ihres Songs “Dance With Somebody” auftrumpfen. Ein runder sehr kraftvoller Abschluss.