© 2014
A MarketPress Theme

Rückblick: Lauryn Hill – 28.01.2012 Mülheim

Gestern stand neben einer wahnwitzigen Auto-Tour durch das Ruhrgebiet, ein Konzert-Termin an, auf den viele Menschen sicherlich länger und intensiver gewartet haben als ich. Nach einigem Zahlengekloppe komme ich, denke ich auch noch zu den eigentlichen Fakten des Abends.

13 Jahre ist es her, dass Lauryn Hill ihr erfolgreichstes Album “The Miseducation of Lauryn Hill” veröffentlicht hat, 10 Jahre dauert ihre Babypause. Das Jahr 2012 ist erreicht und die Ex-Sängerin der Rap-Crew The Fugees macht sich für zwei Konzerte auf nach Deutschland.

Angekommen in der RWE Sporthalle in Mülheim, feuerte gegen 20:30 DJ Rampage die Massen mit einem Hip-Hop Set an und forderte dazu auf, die großartige Miss Hill zu feiern und zu zelebrieren. Mit Pelz und Klunkern ließ sich Miss Hill gegen 21:40 von ihrer Security auf die Bühne begleiten.

Der Einstieg der Bühnenshow von Miss Hill’s Band wurde zelebriert durch eine Spacerock Interpretation des Fugees-Songs “Killing Me Softly”, der in seinem überladenen Sound die gut gefüllte RWE Sporthalle nur wenig in Wallung zu bringen vermochte.


Die eigentliche Klassiker wie “Fu-Gee-La” oder “Doo Wop” wirkten wie kleine punktierte Beweise dafür, dass Miss Hill ihre Stimme nach wie vor zu gebrauchen weiß. Cover Songs wie Stevie Wonders “Master Blaster” oder Bob Marleys “Could You Be Loved” verpassten dem Abend eine sentimentale, im wesentlichen auf “gute alte Zeiten” verweisende Note. Hätte Miss Hill ihre Band nicht konstant dazu aufgefordert, mit mehr Energie und lauter zu spielen, hätte man es auf die Qualitäten des Tonmischers, oder die der Band schieben können.

So verbleibe ich leider mit dem Gefühl, dass dieses Konzert eher ein Selbstversuch war, ob die eigene Musik noch wirkt. Andernfalls lässt sich nur schwer erklären, warum man nach rund 13 Jahren ohne neues Release auf Tour geht und versucht durch schneller, höher weiter zu punkten.



%d Bloggern gefällt das: