Schlagwort: Netzmusik

Netlabel Day 2015

Der Netlabel Day 2015 bringt mich in Bedrängnis. Doch beginnen wir mal von vorn. Am heutigen 14 Juli 2015 findet der erste internationale Netlabel Day statt. Über 80 Netlabels veröffentlichen ihren neuen Releases, kostenlos und und meist unter Creative Commons Lizenzen im Netz. Sie holen sich damit die Aufmerksamkeit zurück, die ihnen in Zeiten von Spotify, Apple Music und Co verloren zu gehen droht. Doch warum bringt mich eine solche Veranstaltung in Bedrängnis?

Zu der Zeit, in der ich noch Online-Radio gemacht habe, war ich aktiver in der Netaudio-Szene und wusste um viele gute Veröffentlichungen. Viele davon waren auch hier zu finden. Durch eine kleine Community und eine Menge an meist gewöhnungsbedürftiger Musik, schließlich kann und darf jeder Musik unter CC-Lizenzen veröffentlichen, fiel mir mit der Zeit die Selektion zwischen gut und schlecht schwerer. Anders als bei Veröffentlichungen der regulären Labels.

Was tun? Ich habe angefangen mich mit der Zeit an Labels zu klammern, die mir diese Selektion abnehmen. Als vorbildliche Beispiele wären da Aaahh Records, Blocsonic, Subbass, LCL, La Bél, Dubophonic und viele andere zu benennen. Es bleibt aber das Risiko, die Künstler und Bands auf Plattformen wie z.B. Bandcamp, dem FMA oder Archive.org zu verpassen. Als Rettungsanker bleiben in dem Fall aber Blogs wie ClongClongMoo und Netmusic Life.

Nun klagte ich über zu wenig Zeit und klage weiter über zu viel Musik. Meine Bedrängnis ist ein echtes Luxusproblem, dass sich mit etwas Urlaub und einigen Stunden unter den Kopfhörern hoffentlich lösen lässt. Etwas überladen fühle ich mich dennoch.

Teilnehmende Labels

netlabelday

Empfehlung von Veröffentlichungen

Nachdem ich die teilnehmenden Labels nur in Kürze und Bildform vorgestellt habe, möchte ich dennoch einzelne Veröffentlichungen vorstellen, die ich im Laufe des Tages schon durchhören konnte. Den Anfang macht das Subbass Netlabel.

We believe that musical revolution supported by our beloved Internet is over.

We know that you listen to a lot of music, but you don‘t buy albums in a physical record store, and it’s quite probable that your city doesn‘t even have one. You probably download music on iTunes or any other music service. You probably are an active user of Spotify or Pandora, but where did you get your musical library?

As we said, the musical revolution supported by Internet is over, because this revolution is now the present of the music.

DJ SCAR – Addicted To Synthesis (NetlabelDayEdition) [EPH113]

La bèl pop (fifth anniversary compilation) (La bèl Netlabel)

VA – Netlabel day Compilation 2015 (LCL Netlabel)

Pk jazz Collective & Ховбай Хвекмеев – Добро пожаловать в Москвич (Southern City‘s Lab)

Hab ich etwas verpasst? Empfehlungen sind immer erwünscht!

Netlabel Day 2015 auf Facebook | Webseite

CC-Release: The Dubbstyle – Simona

In kleinen, rar gesäten Päckchen wird sie hier noch serviert: Die Netzmusik. Musik, von Künstlern die ihre Musik unter Creative-Commons Lizenzen, also der Möglichkeit der Weitergabe unter bestimmten Vorraussetzungen, veröffentlichen. Ich unterstütze das Thema weiterhin sehr. Habe auch einige Mixtapes mit CC-lizensierter Musik veröffentlicht. Der Zeitaufwand für die kleinen Perlen an Netaudio ist allerdings sehr hoch, die Suche nach den feinsten Perlen eher schwieriger geworden, als es noch vor einigen Jahren war.

Das Geschwister-Duo Mauro Waro Salina und Federico Bindub (hihi) Salina aus Argentinien starteten ihre musikalische Karriere als DJs in der Clubszene von Mendoza. Die ersten Eigenkompositionen ließen nicht lange auf sich warten. Ihr Sound? Eine Mischung aus Trip-Hop, Reggae und Dubstep. Nach den Prinzipien dieses Blogs also klare Sommermusik. In 2012 gewann der Bass und Bindub wurde zum Dub Master und es entstand The Dubbstyle. Neben einer ersten eigenen EP in 2013 erschienen die beiden auf Releases von Red Star Martyr, ebenfalls Dubophonic. Dort ist auch kürzlich Simona von The Dubbstyle als erste EP beim neuen Label erschienen. Ich bin Fan.

CC-Release: Das neue Pk jazz Collective Album “The Farewell”

Jazz-Rock aus Astrakhan. Dafür steht das Pk jazz Collective. Die Songs des kommenden Albums “The Farewell” drehen sich um die verschiedenen Facetten von Liebe. Alle Songs gibt es unter einer CC-Lizenz zum Name Your Price-Modell auf Bandcamp zu kaufen.

«The Farewell» LP by Pk jazz Collective is the compilation of songs about love and its faces. Different types of feeling that makes our world alive arrayed in musical form. From old blues standards through the classical song of The Doors to modern pop songs of famous young singer Austin Mahone, covered by jazz-rock musicians from the distant Astrakhan.

Für den Podcast des Southerncitylab hat das Pk jazz Collective kürzlich erst einen Mix aufgenommen. Die kompletten 45 Minuten gibt es auf Soundcloud zum Nachhören.

Pk jazz Collective auf Bandcamp | Soundcloud | Blogspot

Creative Commons: CC Affiliates Mixtape No. 1

Anlässlich des Geburtstages von Creative Commons, haben sich die einzelnen Länderprojekte, die sogenannten Creative Commons Affiliates zusammengetan und ein länderübergreifendes Mixtape erstellt. Das findet ihr im geschätzten Free Music Archive, bei Soundcloud und beim Internet Archive. Eine tolle Auswahl an Netzmusik.

The mixtape has been made by the Creative Commons Affiliates the custodians of the CC licenses in each of these countries as a fun volunteer side-project to showcase the musical wealth of their countries. This means, and we’d like to highlight this, that these are not artists officially endorsed by Creative Commons, but rather personal favorites of some of those community members advocating sharing culture and promoting the use of CC licenses.

(via netzpolitik.org)

Netzmusik: Fünf Jahre Subbass Records

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Happy Birthday liebes Subbass-Netlabel. Das Label aus Heidelberg ruht sich aber nicht auf diesem beinahe historischen Alter aus, sondern präsentiert 50 Titel, von 50 Künstlern auf Bandcamp. Kann man umsonst laden, damit bleibt das Label aber nicht ewig erhalten. Das “Name-Your-Price”-Modell lässt Euch zahlen, wieviel ihr wollt. Kann und sollte man unterstützen.

Subbass started in 2010 with the “Dubstep Made in Germany” compilation issue – to the beginning we had a monthly dubstep party for several years on the run. Most of our guest DJs besides produced their own music. Dubstep was here still underground, so near nobody had published anything. To give the underground producers a base, the idea for the compilation was born. this series presents Bass Music producers from the German Scene, for which the production of tunes is a big part of their passion in supporting the emergence and rooting down of sustaining structures for low frequency music. So far we have published seven Compilations.

Please visit us to explore our full catalogue:
subbass.bandcamp.com
subbass.cc
ethnostep.org
facebook.com/subbassrec
soundcloud.com/subbassrec

licenced under creative commons by-nc-nd 3.0
creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/de/
released 06 January 2015

(via SUBBASS – DUBSTEP NETLABEL)

CC-Release: Pandacetamol – Fluffy Inside 3

Netzmusik aus dem Hause rec72. “Fluffy Inside 3” ist wie der Titel schon ankündigt, das dritte Release des Briten Pandacetamol, dass sich dem verspulten, funkigen Acid widmet. Die Links zu den Vorgängern gibt es etwas weiter unten.

Back with the Fluffy, Pandacetamol serve up the 3rd collection of twisted dark n funky acid. Unexpected psychedelic turns and Pandacetamol trademark hauntings sit atop some serious beats.

For those who have missed the ancestors Fluffy Inside 1 and Fluffy Inside 2.

01. Change
02. Uisce
03. Harth Heaven
04. Belly Button Fluff
05. Tales of Underwear
06. Very Clever Indeed
07. Scaring Me
08. Unfolding Under Me
09. Scoured
10. Puss Demolition Expert
11. Fluffy Farwells

Download Fluffy Inside 3

(via rec72)

CC-Release: Lo.Renzo – Time

Handgemachte elektronische Musik. Da guckt ihr, was? Lo.Renzo hat einen Mitschnitt von einer Live-Performance mit dem persischen Instrument Sarangi, beim Subbass-Netlabel veröffentlicht. Klingt als hätten diese beiden Sounds schon immer zusammen gehört. Leicht psychedelisch, elektronisch, basslastig mit dem besonderen Klang des Sarangi.

.. combines passion for psychedelic music and the need of extensive soundscape.
.. combines electronic music with the voice of the sarangi, searching for a possible interaction
.. is the translation of the complex path taken by the study of this beautiful instrument.
The long hours that make up the liveset ranging from different genres: from dreamlike atmosphere to strong rhythmic parts.
The live show is based on a continuous break-up songs in a long process of improvisation ..

soundcloud.com/lo-renzo-project
youtube.com/user/LoRenzoLIVETUBE

(via SUBBASS – DUBSTEP NETLABEL)

Adventskalender 2014 – Tag 02: Machtdose – Aqual(o)unge 12

Ronsens von der Machtdose ist seit Jahren verantwortlich für den hier häufig gelobten Machtdose Podcast. Alle 1-2 Monate veröffentlicht und bespricht Roland in seiner Radiosendung Musik, die unter Creative-Commons Lizenzen im Netz veröffentlicht wird.

Die Aqual(o)unge Mixe sind sozusagen die Auskopplung der Radiosendung, ohne Moderation. Die einzigen Parallelen sind der Selektor und die Creative Commons Lizenzen. Der Sound vorwiegend elektronisch. Der erste Mix wurde am 18. Dezember 2007 veröffentlicht. Bis heute sind es 11 Ausgaben. Ausgabe Nr. 12 darf ich Euch heute über den Adventskalender präsentieren.

Ich bewundere Roland für seine Ruhe und Energie die er in das Selektieren der einzelnen Stücke investiert. Gerade bei elektronischer Musik ist es mit CC-Musik schwierig die Perlen von der Masse zu extrahieren.

Alle Aqual(o)unge-Mixe von 1-11 findet ihr auf Machtdose.de.

Machtdose – Aqualounge 12 auf Hearthis.at -> Download Tracklist

Alle weiteren Beiträge der diesjährigen Ausgabe des Adventskalenders findet ihr hier im Blog und alle Audioinhalte auf Hearthis.at.