Schlagwort: Review

Pick #16: Old Blood Noise Endeavors

Es wäre ein wunderbarer Bandname: Old Blood Noise Endeavors. Aber es ist ein Hersteller von Effekt-Geräten – eher eine Garagen-Combo. Getestet habe ich die Pedale noch nicht, aber Brady Smith and Seth McCarroll sind mir bereits in einem anderen Zusammenhang untergekommen: Pick #5: Coffee & Riffs. Sehr cool heben sich Ihre Reviews von Gear-Videos anderer Tester ab. Und nicht anders sieht es bei ihren Produkt-Videos aus.

Für den Effekt Black Fountain haben sie das folgende Kleinod produziert. Eigentlich ein Song mit toller Video-Produktion: 

Review: Zak Ebrahim – Der Sohn des Terroristen (Werbung)

Im Alter von sieben Jahren erfährt Zak von seiner Mutter, dass sein Vater ein Terrorist ist und verhaftet wurde. Unter anderem war er in die Planung des Anschlages auf das World Trade Center in New York involviert. Sein Vater ist weg. Ein Verlust, der für einen siebenjährigen nur schwer zu verkraften sein dürfte. Die Familie hat lange mit den Folgen der Handlungen des fanatischen Vaters zu kämpfen.

In seinem Buch Der Sohn des Terroristen, erzählt Zak Ebrahim aus dem Leben einer Familie, die dem Terrorismus näher war als sie es sich gewünscht hätte. Seiner Familie. Der Veröffentlichung vorangegangen war ein rund neun minütiger Vortrag im Rahmen der TED-Konferenz im März 2014. Der Vortrag berichtet aus einem Kapitel des Buches und ist im unteren Teil dieses Beitrages in voller Länge eingebettet.

I wasn't prepared for the real world. I'd been raised to judge people based on arbitrary measurements, like a person's race or religion.

1983 kam Zak Ebrahim als Sohn einer amerikanischen Lehrerin und eines ägyptischen Ingenieurs in Pittsburgh, Pennsilvania zur Welt. Sein Vater, El Sayyid Nosair, erschoß im 1990 den militanten Rabbiner Meir Kahane. Er war Gründer der Jewish Defense League sowie der Kach-Bewegung. Verurteilt wurde er in diesem Fall nicht wegen Mordes, sondern wegen Körperverletzung und dem Besitz illegaler Waffen. Der Tag seiner Verhaftung war das Datum, ab dem sich vieles im Leben der Familie verändern sollte. Regelmäßige Besuche im Gefängnis, Telefonate mit seinem Vater und vieles mehr, sollen zunächst dazu beitragen, die Familie aufrecht zu erhalten.

I stand here as proof that violence isn't inherent in one's religion or race, and the son does not have to follow the ways of his father. I am not my father.

Die von El Sayyid Nosairaus der Haft heraus geplante Sprengung einer Bombe in der Tiefgarage des World Trade Centers in 1993 brachte Zaks Mutter letztlich doch dazu, sich von Baba, wie Zak ihn immer nannte, scheiden zu lassen und mit der Familie und einer neuen Identität neu zu starten. Im Alter von neunzehn Jahren war Zak bereits zwanzig mal umgezogen. Kofferpacken, Umzüge und fehlende Freunde in immer neuen, verschiedenen Städten waren die bittere Realität aber auch Normalität im Leben von Abdulaziz El Sayyid Nosair, wie er vor der Annahme einer neuen Identität hieß. Kontakte zu Gleichaltrigen gestalteten sich wegen der Umzüge und der aus seiner Kindheit gewachsenen Unsicherheit schwer. Häufig wurde er zum Opfer von Hänseleien und Angriffen durch andere Schüler.

2000 besuchte Zak Ebrahim die Youth Convention in Philadelphia. Es war Präsidentschaftswahl und das Thema der Gruppe, an der er teilnahm war Jugendgewalt. Er kannte psychische Gewalt aus seinen Schulbesuchen und so weckte dieses Thema sehr starke Emotionen in ihm. Gegen Ende der Convention, hatte Zak Ebrahim sich mit einem jungen angefreundet, der wie sich später herausstellte Jude war. Offenheit gegenüber anderen Religionen wurde Ebrahim von seinem Vater nicht beigebracht. Umso erfreuter war er, dass er sich auf diesen Freund einlassen und die von ihm selbst erbaute Mauer an Vorbehalten einreißen konnte. Nach und nach konnte er ohne die von seinem Vater geprägten Denkbarrieren und Blockaden die Welt mit seinen Augen entdecken und hinterfragen. Diese Entwicklung zeigt sich deutlich im Verlauf der Geschichte.

Im TED eBook Der Sohn des Terroristen – Die Geschichte einer Entscheidung wird die Geschichte der nach außen zunächst völlig normal wirkenden Familie aus Pittsburgh beschrieben. Sie macht den Leser nachdenklich, gerade weil es um die Zusammenhänge von Terrorismus und Religion geht. Jedoch wird mit der entsprechenden Vorsicht und Sachlichkeit ein Thema behandelt, dass auch Jahre nach den Anschlägen auf das World Trade Center noch seine politischen und kriegerischen Bahnen nach sich zieht.

Inhaltlich soll hier nicht mehr erzählt werden. Das Lesen des Buches soll ja weiterhin Freude machen. Hinter der gesamten Geschichte steht jedoch ein wichtiges Statement:

Zitat:

Für die Opfer des Terrorismus spreche ich mich gegen diese sinnlosen Taten aus und verurteile die Handlungen meines Vaters. Mit dieser schlichten Tatsache bin ich der lebende Beweis dafür, dass Gewalt nicht in einer Religion oder Volksgruppe innewohnt und dass der Sohn nicht in die Fußstapfen des Vaters treten muss. Ich bin nicht mein Vater.

Hier geht es zum TED Talk von Zed Ebrahim.

Zak Ebrahim hat dieses Buch gemeinsam mit Jeff Giles, einem Autor aus Amerika geschrieben. Die Übersetzung aus dem Deutschen kommt von Irmengard Gabler.

Der Sohn des Terroristen ist als eBook beim Fischer Verlag erhältlich.


Review: Nils Frahm – Late Night Tales

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Den außergewöhnlichen Stil von Nils Frahm lernte ich erst vor drei Jahren zu schätzen. Die kostenlose LP Screws landete auf Soundcloud und die instrumentalen Stücke, bzw. die Tatsache Klaviermusik in dieser Wertigkeit zu verschenken, beeindruckte mich sehr. Nun begleitet mich der Sound des Berliner Produzenten, Pianisten und Improvisateurs schon länger und die Ausführungen zur heute erschienenen LP Late Night Tales sollten doch fachlicher und differenzierter werden, oder?

Nils vinyl

Aber mal ehrlich. Wie ausführlich und differenziert und bei allem Wissen, dass ich aus 15 Jahren klassischem Klavierunterricht mitnehmen durfte, kann ich auf Musik eingehen, die als Herzensangelegenheit daher kommt und sich weder in Genres und bleibe ich bei den Blog-Statuten, nicht einmal kalendarisch einsortieren lässt? Vielfalt, Emotionen und Grenzenlosigkeit sind die Klaviatur dieses Künstlers. Die Musik von Frahm kann Jazz, Dub Techno oder Soul sein. Vieles hat Elemente von Soundtrack-Kompositionen. Wie das aus der Feder von Nils klingt, beweist der preisgekrönte Soundtrack zum Film Victoria.

Ein paar Worte zur LP möchte ich dennoch hier verlieren. Es ist zu erwähnen, dass es sich bei der beschriebenen LP um ein kompiliertes Album und nicht um Eigenkompositionen von Nils handelt. Das hier bereits vorgestellte John Cage Cover ist der einzige Track, der eigenständig eingespielt wurde. Dennoch könnten die Tracks von Four Tet, Miles Davis, Nina Simone und Dub Tractor so oder ähnlich aus einer Session im Berliner Studio, einem Konzert an Klavier oder Synthesizer entstanden sein. Diese Einflüsse sind wohl das, was den Sound von Nils Frahm als Künstler auszeichnet.

Rein fachlich ist der Sprung von einem Divertimento von Oesterholt und Enders zu einem Electronica-Track von Four Tet groß. Hier trennt die beiden eine zweisekündige Pause und es wirkt gewollt. Boards of Canada mit Nina Simone in eine Kompilation zu bringen, wirkt wie eine Schneelandschaft mit karibischem Sonnenuntergang. Die Gemeinsamkeit ist die Gänsehaut bei den ersten Tönen des Stücks. Herzensangelegenheiten eben.

Nils

DJ-Kicks, die Kompilation-Reihe für elektronische Musik, ist über Jahre als feste Institution für dieses Genre herangewachsen. Pianist Kicks klingt dämlich und Nächte sollten auch nicht antreiben sondern Geschichten erzählen. Late Night Tales von Nils Frahm sind ein komplettes Märchenbuch. Ein zauberhaftes, musikalisches “Es war einmal…” für große Kinder.

Wem das nicht ausdifferenziert oder fachlich genug war: Die Kollegen von Drowned in Sound haben die LP für einen Track by Track Artikel komplett auseinander genommen. Die LP gibt es noch für einige Tage als kompletten Stream bei Late Night Tales und ab dem 11. September 2015 beim Plattenhändler Deines Vertrauens.

Review & Stream: Boy – We Were Here

Boy sind und bleiben lebendig und lyrisch wie musikalisch am Nabel der Zeit. Melancholisch blicken sie zurück auf gute Zeiten in New York, sie leben im “Jetzt” und thematisieren unseren Umgang mit sozialen Netzwerken, oder schreiten optimistisch voran und schärfen ihren Blick für die Zukunft.

BOY - We Were Here Vinyl-Box
BOY – We Were Here Vinyl-Box

Das Duo Boy lernte sich 2005 an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg kennen. Die Band gründete sich zwei Jahre später. Das Debütalbum, erschienen bei Grönland Records in 2011, stieg voll ein und der Hype und die Aufmerksamkeit waren Boy sicher. Einige Auszeichnungen, Touren und Werbespots in denen die Musik des Duos Anklang fand später erschien, immer noch bei Grönland Records, vor einigen Tagen das neue Album We Were Here.

It’s only little things: footmarks and fingerprints, a treasure hunt through town
It’s full of evidence, our monuments are all around
Everything’s on the move; the paint is wet, all colors are new
But if you look carefully, you’ll see us shining through

Lyrics: Boy – We Were Here

Valeska Steiner und Sonja Glass ist es gelungen, ihrem Stil treuzubleiben. Melancholie und Ruhe werden verknüpft Glücksgefühlen, aufmunternden Akustikelementen und elektronischen Sounds. Das Album ist der perfekte Soundtrack für einen verspäteten sommerlichen Roadtrip, voll von Sonnenuntergängen, Meeresrauschen und lange Nächten unter freiem Himmel. Doch bei aller Leichtigkeit in den Melodien und Arrangements wissen Boy auch durch ihre Texte Geschichten zu erzählen. Songs wie z.B. Hit My Heart behandeln unser Leben und unseren mit sozialen Netzwerken.

Boy – We Were Here Musikvideo


Boy – We Were Here im Spotify-Stream

Tourdaten

02.09.2015 – Oldenburg, Kulturetage AUSVERKAUFT

03.09.2015 – Köln, Gloria AUSVERKAUFT

04.09.2015 – München, Technikum AUSVERKAUFT

08.09.2015 – Dresden, Beatpol AUSVERKAUFT

09.09.2015 – Berlin, Lido AUSVERKAUFT

Boy auf Facebook | Twitter | Webseite

 

Review: Ferris MC – Glück ohne Scherben

Video

Manchmal muss man etwas kaputt machen, um weiter zu kommen. Ferris fand kürzlich sein Glück ohne Scherben. Das dreizehn Titel starke Album, dass am heutigen 29. Mai 2015 bei Warner Music erschien beweist, der Mann der den “Reim” im Nachnamen trägt, hat es auch komplett ohne die Deichkind-Crew noch richtig drauf. Ein Hip-Hop Kämpferherz wurde ihm sogar bescheinigt.

Ein Albumtitel wie ein Zitat aus dem Volksmund. Das kann fast nur aus der Feder von Ferris MC kommen, oder? Scherben bringen Glück heißt das am heutigen Tag und nach einer zehnjährigen Pause veröffentlichte Album des Rappers und Teils der Deichkind-Crew. Sascha Reimann, so heißt Ferris MC mit bürgerlichem Namen, hat eine nett formuliert unsortierte Kindheit hinter sich. Drogen, Musik, ein Hauptschulabschluss und irgendwann eine Ausbildung zum KFZ-Mechaniker. Einmal aufgerappelt und seither als nicht unerfolgreicher Musiker in Deutschland unterwegs. Abgefahren wäre nur ein Wort, dass mir zum Sound und der außergewöhnlichen Stimme von Ferris einfällt.

Wir haben Smudo und was habt ihr?

Warum Smudo und nicht Ferris? Neben großartigen Tracks wie Monstertruck, Mein Raumschiff und Kater klingt die aktuelle LP an vielen Stellen sehr stark nach den rocklastigeren Fanta 4 Hip-Pop (ja, sie haben richtig gelesen) Alben wie Fornika oder Für Dich immer noch Fanta Sie. Das muss erstmal nichts schlechtes heißen. An vielen Stellen sehe ich die Fantas als Bereicherung der vom Asi-/Ghettorap überladenen Szene. Es brauchte bei mir dennoch einige Hördurchgänge den Ferris herauszuhören. “Ich habe mich schon immer nicht nur als Battle-Rapper, sondern als Songwriter gesehen” soll er mal in einem Interview gesagt haben. Dem kann ich nur zustimmen. Das beweisen seine Texte in Deichkind-Songs und eben trotz teils ungewöhnlichen Rock-Beats auch die Texte auf seinem neuen Album Glück ohne Scherben, dass ich hiermit wärmstens empfehle. 13 Tracks, ein Feature von Eko Fresh und zum schönen Abschluss noch ein Happy End.

Test: Bluetooth Kopfhörer – Philips SHB7250

Es ist schon längst zu einer Sammelleidenschaft geworden. Ein Kopfhörer liegt auf dem Schreibtisch, einer ist in der Jackentasche, einer im Rucksack. Trotzdem passiert es mir gelegentlich, ohne Kopfhörer aus dem Haus zu gehen. Ist ja nicht für jeden etwas diese Realität da draußen. Vielleicht schützt mich der Philips SHB7250 auch nach diesem Test für die nächsten Wochen und Monate davor, unterwegs ohne Musik auskommen zu müssen. 

Der jüngste Zuwachs der Familie kommt von Philips. Der Bluetooth Kopfhörer SHB7250, es könnte kaum einen schöneren Namen geben, kommt in einem schlichten, dafür aber eleganten, schwarzen Design daher. Akzente setzt der Kupferton am Übergang vom Bügel zum Kopfhörer. Die Instabilität des Hauptmaterials Plastik ist, wie bei fast jedem Kopfhörer, spürbar. In meinem Fall hat sie aber bisher noch zu keinen Problemen geführt. Das Gerät kann kabellos über Bluetooth und NFC mit dem Laptop, Tablet oder Smartphone verbunden werden. Ein 3,5mm Klinkenstecker ist aber auch im Lieferumfang enthalten. Praktisch, falls mal der Strom ausgeht oder man ohne kabellose Verbindung auskommen muss oder möchte. Geladen wird der Kopfhörer über Micro-USB. Das Kabel ist im Lieferumfang enthalten, liegt bei mir aber sowieso von anderen Geräten auf dem Schreibtisch oder im Rucksack. Die Akku-Laufzeit kommt den Angaben in den technischen Daten mit ca. 13-14 Std. sehr nah.

Philips hat einen Kopfhörer geschaffen der meinen Nutzungszweck gut trifft. Ein portables Gerät, faltbar für die Tasche oder den Rucksack. Kein Kabelgewirr vor, oder in der Jacke. Der einzige wirklich störende Kritikpunkt ist die nicht ausreichende Abschirmung des Kopfhörers nach außen. Mit anderen Geräten ist es mir nicht so schnell passiert, dass ich in der Bahn gebeten wurde, die Musik leiser zu drehen. Zuggeräusche konnten also die Musik aus dem Kopfhörer nicht abdämpfen. Alles in allem bin ich aber doch sehr zufrieden und habe an diesem Gerät Gefallen gefunden. Ohne Kabel lebt es sich wirklich leichter.

Philips SHB7250

© Philips

Kräftiger kabelloser Sound

  • 40 mm Neodym-Treiber liefern satte Bässe und klaren Sound • Geschlossenes akustisches System für optimale Isolierung
  • One-Touch-Bassverstärkung für reinen Musikgenuss

Machen Sie sich das Leben leicht

  • Bluetooth-Technologie für kabellose Freiheit und Komfort
  • Kabellose Steuerung und Freude an Musik und Anrufen
  • Zusammenklappbares Design für einfache Aufbewahrung unterwegs • NFC-Verbindung mit nur einem Tastendruck für einfache Kopplung

Komfortabel für lange Verwendung

  • Verstellbare Ohrmuscheln und Bügel für perfekten Sitz
  • Ergonomisches Ohrpolsterprofil für langanhaltenden Tragekomfort

Technische Daten

Alle Infos zu diesem Gerät gibt es bei Philips.

Review: Kendrick Lamar – To Pimp A Butterfly

Wer von Euch hat Kendrick Lamar schon beim Rappen zugehört als er 2009 noch mit Schoolboy Q, Jay Rock und Ab Soul zur als Kombo Black Hippy unterwegs war? Für ein Album hat es damals nicht gereicht. 2010 erschien ein Mixtape. 2011 ein erstes Album. Der Bekanntheitsgrad Lamars stieg, die Kooperationen mit Snoop Dogg, Dr. Dre, Drake, Whiz Khalifa und Busta Rhymes ließen nicht lange auf sich warten. Seitdem ging es mit einem weiteren Studioalbum und noch mehr Kooperationen steil nach oben. Heute erschien eine Woche früher als erwartet das dritte Studio Album “To Pimp A Butterfly”. Verfrühte Veröffentlichungen von Alben kennen wir schon. Gründe dafür sind vorab illegal veröffentlichte Versionen der Alben im Netz.

Not on my time,
Not while I’m up here
Not on my time,
kill the music
Not on my time

Jamiroquai aus Compton

Die 16 Titel starke LP kommt mit einer großen Explicit-Warnung auf dem Artwork daher, darf aber musikalisch völlig ohne Gefährdungen konsumiert werden, die Lyrics gehören bei Platten von Künstlern aus Compton so. Die Tracks klingen hervorragend, die Beats bieten ein Spektrum vom Jazz (“For Free?”) zum Soul (“These Walls”) mit Jamiroquai-Anmutungen bis hin zu völlig guten Piano-Beats (“Hood Politics”). Mein Favorit “i” bietet ein hohes Potenzial zum Sitztanzen oder ausgeprägteren Formen der rhythmischen Sportgymnastik.

Was für ein Album. Das bleibt diese Woche auf dem Plattenteller, wenn auch bisher nur digital, aber dass lässt sich ja ändern.

Review: DAWA – Psithurisma

 Psithurism – The sound of wind in the trees and rustling of leaves.
– Urban Dictionary

DAWA veröffentlichten am 27. 02.2015 ihr Album bei LasVegas Records und Rough Trade Records. Freundlicherweise durfte ich schon vorab in das Album hineinhören und möchte an dieser Stelle meinen ersten Eindruck zur LP runterschreiben. Hinter dem Titel “Psithurisma” verbirgt sich, wie die Ausschnitte aus der Wikipedia und dem Urban Dictionary oben zeigen, ein eigentlich eher zum Frieren ansteckendes Thema.

Wozu passt denn der Sound von DAWA? Zu einem gemütlicher Kaminabend, zu einem Glas Rotwein in der Berghütte oder zu einem Spaziergang durch eine vom Frost überzogene Landschaft. Etwas Knistern und Rascheln lässt sich in allen Situationen nach empfinden. Die Wiener Band hat sich vielleicht völlig anderes gedacht, der Gesang, die Gitarre, das Cello und ein Cajon als Rhythmusinstrument passen  aber perfekt in dieses Setting. Von den insgesamt 10 für das Album produzierten Songs, stellt DAWA das Stück „Dying Star“ als Free Download zur Verfügung.

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„Psithurisma“ wurde am 27.02.15 via LasVegas Records/Rough Trade veröffentlicht und ist dem Stile der Band treu geblieben. Folk-Rock mit Singer/Songwriter Elementen, der durch den Einsatz eines Cellos leicht mystisch und düster klingt. Die Musik von Laura Pudelek, Barbara Wiesinger, Norbert Kröll und John Michael Dawa ist angenehm bodenständig. Das Album für mich ein Ruhepol in den eher treibenden, hektischeren Releases im Jahresanfang 2015.

DAWA „On The Run“ auf YouTube | Free Download: DAWA – „Dying Star“ | Tour-Daten:

16.02. Wien/Radiokulturhaus (AT)
20.03. Salzburg/ARGEkultur (AT)
21.03. Wien/ Haus der Musik – VSA Frühlingsfest (AT)
26.03. Krems/Kino im Kesselhaus (AT)
27.03. Graz/PPC (AT)
28.03. Innsbruck/Weekenderclub (AT)
10.04. Dornbirn/Spielboden (AT)
24.04. Neusserling/Noppenair (AT)
25.04. Vöcklabruck /OKH (AT)
15.05. Zwettl/Syrnau (AT)
16.05. Linz/Linzfest (AT)

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