Der Erfinder des Grammophons und der Schallplatte Emil Berliner feiert heute seinen 160. Geburtstag. Die Schallplatte ist und war bei DJ’s und Musikliebhabern nach wie vor ein gern gesehenes Medium zum Abspielen und Auflegen von Musik. Im jetzigen Downloadzeitalter finden sind auch immer mehr Releases jüngerer, frischerer Künstler wieder auf Vinyl wieder.
Da ich mich zu diesem Zweck noch einmal intensiver mit der Geschichte dieses Mediums auseinander gesetzt habe, hielt ich es für sinnvoll diese Erkenntnisse hier in meinem doch recht musiklastigen Blog zu teilen.

Zur Geschichte:

Der Hannoveraner Emil Berliner wurde 1851 als Sohn einer jüdischen Familie geboren, wanderte nach Schule und Ausbildung um der preußischen Berufung zu entkommen in die USA aus und hielt sich dort mit Gelegenheitsjobs über Wasser. Seine erste Aufmerksamkeit erlangte Berliner durch die Erfindung eines Kohlemikrofons. Von diesem Erlös finanzierte er sein erstes Labor.
Mithilfe der verbesserten Arbeitsbedingungen gelang es ihm eine Methode zu entwickeln, mit der es gelang die Schwingungen der schneckenförmigen Rillen eines scheibenförmigen Tonträgers Mithilfe einer Aufnahme Membran zu konservieren. Diese Methode, sowie ein dazugehöriges Abspielgerät ließ er sich patentieren. Er benannte die im Patent erwähnte Scheibe als „Schallplatte“. Eine ähnliche Methode war bereits einige Jahre zuvor von Thomas Alva Edison erfunden worden, jedoch war hier das Medium ein Zylinder, der jeweils einzeln bespielt werden musste und sich somit schlechter reproduzieren ließ.

Die ersten Platten von Emil Berliner bestanden zunächst aus einer Hartgummimasse, dieses Material wurde wenig später durch Schellack, einer Mixtur aus Baumwolle, Schieferpulver und Ruß ersetzt. Dieses Material war wesentlich kostengünstiger, aber auch viel zerbrechlicher. Die Rillen wurden in der industriellen Produktion durch eine heiße Pressung von beiden Seiten in die Platte gedrückt und versiegelt. Die ersten Papiersiegel konnten mit Künstler und Titelinformationen hinzugefügt werden. Regulär verfügten Schellackplatten über 78 Umdrehungen, aber auch bei späteren Singles (45 Umdrehungen) und 33er LP’s wurden unverändert nach Berliner’s Methode produziert. Der Materialwechsel zum Vinyl führte auch zu keiner Veränderung in der Vorgehensweise.

Zum Geburtstag:
Dem Geburtstag Emil Berliners wurde die wohl weltbekannteste Plakatwand mit einem besonderen Doodle versehen und wie ich finde mal wieder angenehm verschönert.

Emil Berliners Hinterlassenschaften:

Nicht gänzlich Emil Berliners Hinterlassenschaft, aber mindestens sein Verdienst ist die Deutsche Grammophon Gesellschaft. Gegründet wurde diese Zweigniederlassung der britischen Gramophone Company von Emil Berliners Bruder, Joseph Berliner. Eine mindestens genauso eindrucksvolle Hinterlassenschaft sind die Emil Berliner Studios. Als unabhängiges Produktionsstudio für Ton, Bild und digitale Medien wurde zunächst der Standort Hannover aktiv genutzt, 2010 stand, zur Zentralisierung des Geschehens, ein Umzug von Hannover nach Berlin an.

Wie im Hannoveraner Studio gearbeitet wurde beweist dieses schon etwas ältere, aber gerade der analogen Arbeit wegen besonders interessante, Video von den Emil Berliner Studios selber.

Quellen: Wikipedia, Emil-Berliner-Studios.com

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