Nicht ganz freiwillig brachte der Umstand eines nicht verfügbaren Breitband-Internets mit sich, dass ich mich was mein eher auf DSL ausgelegtes Setup für Musikstreaming und andere mediale Inhalte gut durchorganisieren musste. Stellen, an denen ich mehr oder weniger gescheitert bin und als Lobhudelei einige Punkte die überraschend unkompliziert funktionierten, sollen mit diesem Beitrag festgehalten werden.

Diverse Beiträge hier im Blog behandeln das Thema Musikstreaming, einige wenige die Problematik um Podcasts, Streaming und Audioplayer für solche Inhalte. Damit wären auch schon die entscheidenden Medien und somit die Schlagworte dieses Beitrags genannt. Während ich Podcasts im wesentlichen über Instacast für das iPhone höre, sind die verschiedenen Stellen von denen ich mir die Musik Zusammensuche umfangreicher.

Die Musikmediathek, aus der Not heraus verwaltetet über iTunes am Mac, umfasst einen Großteil der Musik, die sich in den letzten Jahren aus Downloads, CD’s und sonstigen Quellen angesammelt hat. Seit Juni 2011 liegt der Großteil dieser Dateien über iTunes Match auch in der Cloud. Aus dieser bedienen sich der Laptop, der Fernseher, das iPhone und das iPad. Während die meisten Devices lediglich die Musik aus der Wolke streamen, habe ich den Musiksync am Telefon komplett auf die Wolke umgestellt. Ohne Internet keine Musik auf den Streaming-Devices, ohne Wifi kein Sync der Mediathek auf das Telefon. So weit, so traurig.

Die verbleibende Musik auf den Geräten lässt sich, dank einer Technologie namens Airplay kabellos an die Stereoanlage schicken. Ein Wifi-Netz ist zwar notwendig, jedoch reicht das heimische Netzwerk ohne Internetanbindung völlig aus. Unter Apples iOS werden aber mit der Einwahl in ein WLAN alle Datenaktivitäten am Gerät nur noch über das WLAN gelenkt. Erfolgt eine Einwahl in das WLAN-Netz ohne Internet, steht der gesamte Mailverkehr, Push-Notifications, sowie die Wetterinformationen auf dem Telefon still. Anrufe, über das GSM-Netz gelenkt, kommen weiterhin an.

Neben der heimischen Mediathek haben sich Dienste wie Soundcloud, Bandcamp, Jamendo, oder das FreeMusicArchive bereits fest in meine „Musikhörgewohnheiten“ eingereiht. Soundcloud ist am Mac und den iOS Geräten mit einer durchaus schön gestalteten App vertreten. Für Menschen die nicht ständig in einem verfügbaren Breitbandnetz hängen, fehlt hier leider die Möglichkeit Sounds oder Mixe in den Cache zu werfen. Sicherlich ein First-World-Problem, aber durch den Umgang mit Podcasts in einer App wie Instacast ist man als Konsument von auditiven Inhalten massiv verwöhnt. Hotspots in Cafés, bei Freunden oder auch das mobile Netz am Handy ermöglichen das Laden von Podcastepisoden in den Zwischenspeicher des Gerätes. Für flüchtige Medien wie Podcasts sehr sinnvoll, warum nicht verfügbar für Mixtapes?

In Sachen Musik sind an dieser Stelle Vorreiter wie Spotify, oder die Konkurrenzangebote Rdio, Simfy etc. mit den Premiumangeboten für das Smartphone und den Desktoprechner zu erwähnen. Hier ist es möglich über das mobile Netz, oder über eine Breitbandanbindung Musik in den Cache zu laden. Spotify bietet mit drei Downloadqualitätsstufen eine Speicherschonende-, eine Konsumer- und eine Audionerd-Variante an. Ein Unkostenbeitrag von 10€ ist hier allerdings monatlich anzubringen.

Wirklich dramatische Probleme sehen anders aus. Der Mensch ist aber bekanntlich ein Gewohnheitstier und daher gehörten diese Probleme hier einfach einmal festgehalten. Ach und eigentlich ist es auch eine sehr unterhaltsame Wochenendbeschäftigung die alte CD-/Kassettenkiste in Good&Bad aufzuteilen. Eventuell traue ich mich die Tage noch an eine Aufstellung der Highlights (auf beiden Seiten) heran.

CC-Foto via Acid Pix

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